PERMANENT Rohmagnete

Permanent-Magnete werden für unterschiedlichste Anwendungen in allen Bereichen verwendet. Je nach Anforderung sind der optimale Rohmagnet und die richtige Oberflächenbeschichtung auszuwählen. Motoren, Generatoren, Sensoren - fast alles, was sich bewegt, beruht auf Magnetismus.

Datenblatt

 

 

 

 

Folgende Magnetwerkstoffe werden in der Industrie verwendet

 

1. NdFeB

ist das stärkste, handelsübliche Permanent-magnetische Material. Hauptlegierungsbestandteile sind Neodym, Ferrit und Bor. Sein BH max. ist 10x höher als bei Ferritmagneten. Es ist extrem hartmagnetisch - also unanfällig gegen ungewolltes Entmagnetisieren. Die höchst mögliche Arbeitstemperatur für NdFeB beträgt 230°C. NDFEB Magnete sind sehr korrosionsanfällig und werden daher in der Regel beschichtet.

 

2. Ferritmagnete

Hauptlegierungsbestandteile sind Ferrit, Strontium und Barium. Ferritmagnete erreichen nur vergleichsweise geringe Magnetkräfte, haben aber den Vorteil sehr kostengünstig zu sein. Sie sind nicht korrosionsanfällig und können bei Umgebungstemperaturen bis zu 400°C eingesetzt werden. Ferritmagnete sind die am meisten verwendeten Magnete.

 

3. SmCo

Hauptlegierungsbestandteile sind Samarium und Cobalt. Durch die begrenzten Vorkommen an Samarium und Cobalt sind SmCo Magnete sehr teuer. SmCo Magnete erreichen sehr hohe Magnetkräfte, nur etwa 20% geringer als die NDFEB Magnete. Sehr vorteilhaft ist die gute Temperaturbeständigkeit. Die Umgebungstemperaturen bis zu 300°C erlauben eine verlässliche Koerzitivfeldstärke und eine sehr geringe Korrosionsanfälligkeit. Als nachteilig sind die spröde Struktur und die schlechte mechanische Bearbeitbarkeit zu erwähnen.

 

4. ALNiCo

Hauptlegierungsbestandteile sind Aluminium, Nickel und Cobalt. ALNiCo-Magnete (Aluminium-Nickel-Cobalt) sind die ältesten technisch angewandten Permanentmagnete. Sie erreichen gute magnetische Haltekräfte ca. 30% von NDFEB Magneten und können bei Umgebungstemperaturen bis 550°C eingesetzt werden. ALNiCo Magnete sind extrem hart und spröde und aufgrund des Cobalt-Anteils relativ teuer.

 

 


NdFeB Magnete

Neodym-Magnete höchster Qualität bieten wir Ihnen in den Qualitäten N28-N55 für Arbeitstemperaturbereiche bis 230°C an. Anbei einige Beispiele der magnetischen Parameter für Magnete im Arbeitstemperaturbereich bis 80°C.

 

 

Neodym Magnete müssen zum Schutz gegen Korrosion oberflächenbehandelt werden. In der Regel werden die Magnete beschichtet. Speziell für Motormagnete empfiehlt sich aber auch das Verfahren der Passivierung durch Wärmebehandlung. Die gängigsten Beschichtungen sind Nickel, Zink und Epoxidharz. Die Beschichtungen haben folgende Eigenschaften.

 

 

NdFeB Magnetwerkstoffe werden in einem Press-Sinterverfahren hergestellt und nach dem Sintervorgang mechanisch bearbeitet um die gewünschte Form herzustellen. Seltenerdenmagnete sind sehr spröde und nicht leicht zu bearbeiten. Je höher die maximale Arbeitstemperatur des Werkstoffes liegt, umso spröder ist das Material. In der nachfolgenden Tabelle finden Sie die physikalischen Eigenschaften von NdFeB Standardmaterial.

 

 

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal für NdFeB Magnete ist ihre Maßhaltigkeit, da je nach Form manche Toleranzen nur sehr schwer einzuhalten sind. Sehen Sie, wenn möglich, bei der Konstruktion von unnötig engen Tolerierungen ab. Das wird Ihnen den Einbau der Magnete erleichtern. Nachfolgend finden Sie unsere Standardtoleranzen für die gängigsten Magnetformen.

 

   

 

   

 

   

 

   


Einbauhinweise für Permanent Magnete

Eisenpole können eine höhere Kraftliniendichte im magnetischen Kreis bewirken. Dies führt zu einer erheblich verbesserten Haftwirkung, da sich der magnetische Fluss umleiten und auf die Haftfläche konzentrieren lässt. Ein ungefährer Erhöhungsfaktor für die Hebeleistung ist in den abgebildeten Skizzen angegeben.